Re: Systemwiederherstellung speichert nichts

From: Werner Hans Müller (WM.Hannover_at_gmx.net)
Date: 06/11/04


Date: Fri, 11 Jun 2004 16:57:00 +0200


Meine Systemwiederherstellung speichert jeden
Wiederherstellungspunkt nur etwa 4 Tage.

Hallo!

Meine Erfahrung:
Mit dem Betriebssystem WinMe bin ich zufrieden, aber nicht
mit dem "Beiprogramm" WinMe-Systemwiederherstellung.
Die WinMe-Systemwiederherstellung sichert nicht alles.
Sie ist offiziell auch nur für die Herstellung einer
funktionstüchtigen Windows-Systemwiederherstellung gedacht, und nicht
für eine allgemeine Datensicherung. Aber auch für diese offizielle
Funktion ist sie mir persönlich viel zu unsicher, als daß ich mich
auf sie verlasse. Als ich sie brauchte (mehrfach), hat sie mir nur
"Schrott" geliefert / produziert. Meiner Meinung nach ist es
sinnvoller, sie abzuschalten und eine andere, aber zuverlässigere
Sicherung vorzunehmen, mit der man gleich eine bootsfähige Kopie
des Betriebssystem, plus seiner Programme und Daten vornehmen kann.
So daß man im Notfall seinen PC wieder -schnell und sicher- neu
funktionsfähig machen kann.

Die WinMe-Systemwiederherstellung wie ich es sehe:
Sie gaukelte im Grunde nur eine Sicherheit vor, die eigentlich,
meiner Meinung nach, nicht besteht. Ich habe sie deshalb
deaktiviert und mich für eine andere Sicherung meines
Betriebssystem, meiner Programme und meiner Daten entschieden.

Also:
Nachdem ich keine Lust mehr hatte, meine Festplatte etwa zwei
Mal im Jahr neu zu formatieren, um Win und andere Programme
wieder fehlerfrei zu haben - nach deren Neuinstallation - habe
ich endlich vor einiger Zeit eine gute Methode gefunden mein
PC "sauber" zu halten bzw. ihn sofort wieder "sauber" und
funktionfähig zu bekommen.

Für die Sicherung meines Betriebssystem, meiner Programme,
und die Daten, habe ich mich für das Programm "Norton-Ghost"
(alternativ gibt es da noch etwas ähnliches, nämlich
"DriveImage" und sicherlich noch weitere) mit zwei Festplatten
entschieden. Auf der ersten Festplatte habe ich die drei
Partitionen "Boot", "Daten" und "Grafik". In der "Boot-Partition"
ist das Betriebssystem und alle Programme die ich verwende.
Auf der zweiten Festplatte sind die gleichen Partitionen zur
Aufnahme der Kopieen eingerichtet. Allerdings: "Boot" habe ich
dort in zwei unterschiedlichen Versionen angelegt.
1: Einmal habe ich eine Partition unter den Namen "C-Ur-Kopie"
auf der zweiten Festplatte erstellt. In ihr ist eine Kopie der
Partition "C-Boot" der ersten Festplatte. Dieses Kopieren
erfolgte unmittelbar nach der Neuinstallation von "Win", plus
aller Anwenderprogramme. Vorher wurde dieser Partitionbereich
formatiert. Diese Partition "C-Ur-Kopie" auf der zweiten
Festplatte lasse ich unverändert mit ihren Anfangs-Datenstand
bestehen - sie soll mir nur für den äußersten Notfall reserviert
sein. Ich kann sie also immer zurückkopieren, und so wieder
ein einwandfreies bootsfähiges System bekommen - falls der
Partitions-Inhalt auf der ersten Festplatte fehlerhaft wird, und
die anderen beiden Boots-Partitionen auf der zweiten Festplatte
nicht mehr absolut ok sind. Anschließend muß ich nur die nach der
Erstinstallation (Ur-Installation) installierten Programme
nachinstallieren.
2: Außerdem habe ich noch zwei datenmäßig unterschiedliche
Partitionen "C-Boot" auf der zweiten Festplatte. Es sind die
Kopieen von der ersten Festsplatte, die ich nach jeder Änderung
dieser (z.B. durch ein neues Programm) "C-Boots" Partition
erstelle.

Das Aufrufen von Ghost erfolgt mit einer erstellten Ghost-Boots-
Dikette, also über DOS. Dadurch funktioniert alles, auch wenn
Windows defekt ist.
Im Ghost-Browser:
"Lokal > Partition (Quellpartition) > Auf Partition
(Ziel-Partition)" Letzters kopiert also die ganze ausgewählte
Partition. Und diese Partition, mit dem Betriebssystem, ist nach
der Zurückkopierung bootsfähig. Bei der Kopierung wird jeweils
das alte System und alle Daten total überschrieben. D.h. alle
vorhandenen Fehler etc sind automatisch eliminiert. Ich bevorzuge
also die Sicherung als "Partition", nicht die Sicherungs als
"Image".

Obwohl auf meiner "Boots-Partition" über 4 GB Daten
(Betriebssystem und Programme) sind, dauert das Kopieren
(550 MB/Min) nur ca 7 Minuten. Dies kurze Kopierzeit wird meines
Wissens von keinen der "normalen" Backup-Programmen auch nur
annähernd erreicht. Damit immer alles auf den neuesten Stand ist,
kopiere ich nach einer zusätzlichen Programm-Installationen,
die Partittion "Boot" (1. Festplatte) auf die jeweils ältere
"Boot-Partition" der zweite Festplatte.

Sollte sich einmal ein Fehler im Betriebssystem oder in einem
Programm einschleichen, so brauche ich nur eine gesicherte
"Boots-Partition" von der zweiten Festplatte auf die erste Platte
zurückkopieren und alles läuft wieder, nach ein paar Minuten
Rückkopierzeit, fehlerfrei normal. Das langwierige
Neuinstallieren des Betriebssystem (evtl. mit formatieren) bzw.
eines Programms gehört so der Vergangenheit an.

Falls man keine zweite Festplatte im PC hat, kann man auch die
Partition mit dem Betriebssystem auf CDs bootsfähig brennen. Das
hat aber den Nachteil, daß man bei der Zurückkopierung datenmäßig
nicht ganz auf den neuesten Stand ist. Es sei denn, man macht
diese Prozedur häufig. Das kostet aber jedes mal einige
CD-Rohlinge und einen größeren Zeitaufwand als mit einer zweiten
Festplatte.

Der Funktions-Erfolg der Sache ist darauf zurückzuführen, daß
beim Zurückkopieren alle alten Daten (also auch alles
fehlerhafte) überschrieben/gelöscht wird und die zurückkopierte
Partition bootsfähig ist.

Gruß aus Hannover
Werner