Re: Delphi und OOP



Hallo Golo,

meine ursprüngliche Aussage war ja auch nur, dass einem die Sprache alles zur Verfügung stellt,
man mit den Konzepten vertraut ist. Was man dann mit macht, ob man es nutzt, ist eine andere Frage.
Für mich kann ich das schon mit ja beantworten. Eigene Komponenten muß ich allerdings
weniger entwickeln. Im Vergleich zu VFP gibt es für Delphi und auch .NET eine größere
Auswahl und vor allem sind diese auch erheblich günstiger.

Es gibt insofern Unterschiede als das eine Sprache, die von Anfang an dem Benutzer mit Konzepten vertrauter macht, es ihm leichter macht diese auch anzuwenden.

Allerdings - egal in welcher Sprache - sollte man sicher auch nicht Kunstwerke schaffen, nur weil man es könnte.
Letztlich sieht der Anwender davon nix und es ist ihm auch egal, was zählt, ist für ihn nur die Frage, ob er mit dem
Programm was anfangen kann. Darf man auch nicht vergessen.

Ab und an ist eine einfache Funktionssammlung auch mal die richtige Antwort.
Ähnlich wie Peters Idee habe ich am Anfang versucht VFP Funktionen nach Delphi
zu übersetzen, habe dies aber schnell aufgegeben.
Eine Funktion für eine schon vorhandene Funktion zu schreiben machte dann doch nicht so viel Sinn.

Kennst Du ein gutes Buch zur Softwarearchitektur?
Die allgemeinen Programmierbücher - sofern es sie überhaupt noch gibt - bringen einem ja selten was.
Vielleicht auch der Grund warum diese Sorte von Büchern sich wohl nicht mehr gut verkauft.
Obwohl ich auch vermute, da junge Leute heute allgemein weniger programmieren.

Viele Grüße
Michael


"Golo Roden" <webmaster@xxxxxxxxxxxx> schrieb im Newsbeitrag news:uCJ%23%23TstIHA.4560@xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx
Hallo Michael,

Du bist einfach ständig mit Klassen, Objekten, Komponenten konfrontiert.

ja, aber bloß, weil Du halt ein paar Methoden in ein paar Klassen organisierst, arbeitest Du meiner Meinung nach nicht zwingend objektorientiert.

Ich sag's mal provokant: Auch bei einer Sprache, die Dich ZWINGT, jede Methode in eine Klasse zu packen, kann ich alle Methoden in diese eine Klasse packen und prozedural arbeiten ;-).

In VFP habe ich das Definieren von Klassen, Komponenten immer als Fremdkörper empfunden,
heißt es fühlt sich für mich irgendwie prozedural an.

Letztlich ist VFP auch eine ursprünglich prozedurale Sprache, auf die das mit den Objekten irgendwann draufgeklatscht wurde - und das merkt man eben, genauso wie man das auch bei PHP und C++ merkt. Java und auch C# fühlen sich da anders an, und so wird es bei Delphi vermutlich auch sein ... weil diese Sprachen eben von vornherein explizit und ausschließlich objektorientiert sind.

In Delphi bist Du halt einfach mittendrin. Aber das mag subjektiv sein.
Das das Lösen von Problemen, die Wahl der richtigen Methode/Vorgehensweise
nicht immer einfach ist, ist klar.

Das ist doch aber das Hauptproblem, oder nicht? Weil die Antworten auf meine genannten Beispiele sind eben nicht trivial zu finden, aber entscheidend für die Architektur ...

Viele Grüße,


Golo

.



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