Re: Delphi und OOP
- From: "Michael Bickel" <Michael.Bickel@xxxxxxx>
- Date: Thu, 15 May 2008 20:25:07 +0200
Hallo Golo,
grundsätzlich ist Delphi m.E. sehr stark objektorientiert, aus irgendeinem
Grund wird es ja Object Pascal heißen :)
Erstellst Du Komponenten oder Klassen sieht das eigentlich nicht so viel anders
aus, als ob Du in einer Form arbeitest. Das meinte ich mit vertrauter Umgebung.
Es ist einfach in dem Sinne nichts Neues.
Du bist einfach ständig mit Klassen, Objekten, Komponenten konfrontiert.
In VFP habe ich das Definieren von Klassen, Komponenten immer als Fremdkörper empfunden,
heißt es fühlt sich für mich irgendwie prozedural an.
In Delphi bist Du halt einfach mittendrin. Aber das mag subjektiv sein.
Das das Lösen von Problemen, die Wahl der richtigen Methode/Vorgehensweise
nicht immer einfach ist, ist klar.
M.E. aber nicht unbedingt ein OOP-Problem. Es mangelt hier ja auch an guten Büchern,
die etwas zu Programmierkonzepten beitragen.
Übrigens sollen viele Elemente und Konzepte von Delphi ja auch in das .NET Framework eingeflossen
sein, sowie in C#, nachdem Anders Hejlsberg von Borland zu MS wechselte...
Viele Grüße
Michael
nun monatelang drüber nachdenken, kann ich mir nicht leisten ;)
"Golo Roden" <webmaster@xxxxxxxxxxxx> schrieb im Newsbeitrag news:uwhvo9otIHA.1936@xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx
Hi Michael,
kurz zur Antwort Deiner Frage:
> was siehst Du anders und warum ?
> dass Delphi OOP ist oder dass ich nicht viel nachdenke ;) ?
Inwieweit Delphi objektorientiert ist, kann ich nicht beurteilen, dafür kenne ich Delphi deutlich zu schlecht.
Was ich aber anders sehe, ist, dass man "halt einfach damit arbeitet und gar nicht mehr drüber nachdenkt" - klar, so lange Du nur die vorgefertigten Objekte aufrufst und keine einzige Klasse selbst schreibst, stimmt das wohl.
Aber sobald Du anfängst, eigene Klassen zu bauen, ergeben sich doch massenweise Fragen, und mit denen sind 95% der Entwickler auch heute noch überfordert.
Nur um mal ein paar Beispiele zu nennen:
- Wann nehme ich ein Interface, wann eine abstrakte Klasse?
- Sollte man ableiten oder aggregieren?
- Wie versioniert man Interfaces?
- ...
Das sind Beispiele für OOP-Fragen, über die kann man wochen-, wenn nicht monatelang diskutieren - und das ist definitiv nichts, was man "halt einfach" macht, jedenfalls nicht, wenn man eine durchdachte und tragfähige Architektur haben will.
Viele Grüße,
Golo
.
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