Re: SpyAxe
- From: Hilmar Steinhauer <usenet2004@xxxxxxxx>
- Date: Fri, 20 Jan 2006 13:23:20 +0100
Dr. Joerg Kastner schrieb:
> Nun ich frage mich was manche Newsgroup-Schreiber in ihren "Brains"
> abgespeichert haben! Ich komme mir bei der Lektüre der Beiträge manchmal vor
> wie im Reformationszeitalter: für die Katholiken war Luther der
> personifizierte Antichrist, für die Protestanten war es der Papst. Hier
> begegnet man dauernd Internetexplorer-Verflucher und Firefox-Anbeter und
> vice versa.
Jein. Nicht Jeder, der den IE verflucht, *betet* einen anderen Browser
an.
> Für die einen ist Microsoft der konzentrierte Pfuhl der Dummheit
> und Macintosh das absolut perfekte und unfehlbare EDV-Paradies, es gibt die
> Anbeter der diversen Linux-Sorten und so weiter.
Ja, solche Leute gibts. Die sind aber glücklicherweise noch in der
Unterzahl.
> Das kann jeder halten wie er mag, deshalb braucht man niemanden zu
> verunglimpfen!
Jein.
Es gibt nunmal reichlich *objektive* Gründe auf IE und OE zu verzichten.
Diese Programme sind eben die mit Abstand häufigsten Einfallstore für
Schädlinge, was neben der weiten Verbreitung auch an vielen
Schwachstellen liegt, die teilweise seit Jahren bekannt sind.
> Jetzt gehe ich mit dem
> sinnigen Rat nach Hause, meine Festplatte zu löschen und ein Backup
> zurückzuladen oder das Betriebssystem neu aufzuspielen, das hätte ich mir
> gerade noch selbst denken können.
Du hast jetzt die Bestätigung, dass dies der richtige Weg ist.
> Ich habe nur gehofft, daß man dies
> allenfalls als ultima ratio einzusetzen bräuchte.
Wenn Du ein sauberes Image vom System hast, ist dem auch so.
> Die Firma Symantec zum
> Beispiel, auch so ein Unternehmen, das ganze Rattenschwärme an Kritikastern
> nach sich zieht (ich will ja gar nicht sagen, daß nicht der eine oder andere
> Kritikpunkt berechtigt ist, nobody is perfect) hat wenigstens eine
> dreiseitige Aufstellung von Dateien und Registry-Einträgen ins Internet
> gestellt, die man löschen soll, um Spyaxe wieder los zu werden.
Symantec ignoriert dabei aber diverse Unsicherheitsfaktoren.
Insbesondere die Problematik der eindeutigen Identifizierung des
Schädlings ist systemimmanent.
> Wahrscheinlich ist der Computer dann trotzdem nicht sicher
Das System ist so sicher wie das schwächste Glied in der Kette der
Sicherheitsmaßnahmen. In der Regel ist das der Mensch vor dem System.
Gruß,
Hilmar
.
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