Re: RegClean für XP
From: Christoph Basedau (e_tonne_at_hotmail.com)
Date: 01/13/05
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Date: Thu, 13 Jan 2005 12:11:02 +0100
13.01.2005 07:06, Michael H. Fischer schrieb:
> Christoph Basedau schreibselte am 13.Januar 2005
>
>> Klingt mir nicht nicht sehr überzeugend.
>
> Ist deswegen trotzdem nicht falsch.
Die Konsequenz ist aber, das sich über Jahre in der Registry alles
ansammelt, was da hinterlegt wurde, auch wenn es längst nicht mehr
gebraucht wird.
Windows kann nicht entscheiden, welche Schlüssel _fremder_ Programme
noch benötigt werden, bzw es tut es nicht, was prinzipiell auch gut
ist.
Daher steht einfach auch viel Müll in der Registry, den deinstallierte
Programme da hinterlassen haben. Viele Programme sind in dieser Hinsicht
leider ziemlich schlampig programmiert.
Den Müll muss/sollte man dann halt irgendwann mal wegräumen.
>> Die Registry besteht aus mehreren
>> Dateien, die ständig für Lese und Schreibzugriffe geöffnet sind.
>
> Diese Dteien bilden zusammen eine Datenbank. Zugriffe darauf erfolgen
> nicht sequentiell.
Ja und? Das ändert nichts daran, dass die Zugriffsgeschwindigkeit in Relation
zum Umfang der Datenmenge steht.
>> Dateizugriffe laufen schneller wenn die Dateien defragmentiert sind und
>> ein seek läuft schneller wenn die Datei kleiner ist.
>
> Again: Es geht dabei nicht um Dateizugriffe, es geht um Abfragen in
> einer Datenbank.
Es geht auch um Abfragen, Schreib- und Löschzugriffe, die natürlich auch auf
Dateiebene abgebildet werden (müssen). Datenbank-Performance ist, unabhängig
davon, wann und wie oft Änderungen tatsächlich in Dateien zurückgeschrieben
werden, deutlich abhängig von der Grösse der Datenbank, auch wenn Indizes und
andere Mechanismen zur Performancesteigerung verwendet werden.
Beim Arbeiten mit Regedit hab ich übrigens festgestellt, dass allein das
Selektieren eines Schlüssels aus dem Menü Registry-Favoriten manchmal 30
sec bis 2 Minuten (!) in Anspruch nimmt. Das ist nicht akzeptabel.
>> Ein Gesamt-Export der Registry erzeugt bei mir ein 80 MB Monster, zu
>> Win98 Zeiten war das gerademal ein Zehntel.
>
> Zu Win98 Zeiten gab es auch weniger den konventionen angepasste
> Software.
Trotzdem viel zuviel. Das macht die Registry irgendwann zu einem
arbeitsunfähigen Moloch, ähnlich einer sich selbstverwaltenden
deutschen Behörde, in der Aktenberge gesammelt werden ;-).
>> Ich seh keine Sinn darin, mich mit endlosem Ballast unzureichender
>> Deinstall-Routinen zu belasten.
>
> Es tut nicht weh, denn siehe oben.
>> Ich habe es nun mal mit TuneUp 2004 probiert und auch mit dem RegCleaner
>> aus Finnland, Schaden haben die zumindest nicht angerichtet aber
>> Schrott ohne Ende gefunden.
>
> Der "Schrott" dürfte grösstenteils in MRU Listen bestehen, die nach
> kurzer Zeit wieder angelegt und gefüllt werden.
Das trifft im konkreten Fall nicht zu. Der Schrott besteht aus hunderten bis
tausenden ungültiger Verweise auf nicht mehr verfügbare COM-Server und deren
Netz von CLSIDs, AppIDs und IIDs usw, und aus Verweisen auf nicht mehr
existierende Dateien und nicht mehr benötigter Dateiextensionen, wiederum mit
abhängigen Keys.
Bei den Datei-Verweisen kann man relativ leicht entscheiden, ob es sich um
Relikte oder benötigte Einträge handelt. Bei den COM-Keys hab ich bisher
keine Ausfallserscheinungen fest stellen können, nachdem ich sei gelöscht
habe. Das zeigt für mich das diese Registry-Cleaner sinnvoll eingesetzt
werden können, wenn man sie sorgfältig einsetzt.
> Ansonsten ist zu hoffen,
> dass du von diesen Aktionen Undo Dateien angelegt hast, denn wer alles
> blind löscht, was die Programme präsentieren, darf seinOS demnächst neu
> aufsetzen.
ACK, blind löschen ist nicht sinnvoll. Bei allen bisher getesteten Programmen
gibt es dafür ja auch Detaillisten und meistens auch eine Undo-Funktion.
Die Detaillisten sollte man isch natürlich genau anschauen im Zweifelsfall
Daten behalten.
>> XP hat bei mir ein allgemeines Performance-Problem, ein schlanke Registry
>> ist da ein Schritt von mehreren.
>
> Ein in den allermeisten Fällen überflüssiger.
Das ist dogmatisch.
>> Nächster Schritt ist Netzwerk-Konfig,
>> dann unnötige Services ausmisten.
>
> Deinstallier lieber unnötige Software, die ständig im Hintergrund läuft,
> spendier dem Rechner ausreichend Ram, schalte den Taskplaner nicht ab,
> damit das Prefetching funktioniert, defragmentier ab und an.
Mach ich sowieso, den Taskplaner benutze ich. Bei Ram sollten 512 reichen.
Wenn ich dann immer noch Performance-Probleme hab, ist der fehlender
Ram nicht schuld.
> Und wenn du
> Dienste abschalten willst, benutz dafür das Tool von
> http://www.ntsvcfg.de, da zerlegst du wenigstens nicht unabsichtlich
> alles.
Okay, in diesem Punkt möchte ich mich kompromissbereit zeigen ;-)
-- Gruesse, Christoph Rio Riay Riayo - Gordon Sumner, 1979
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