Re: Wie aus einer bestehenden SATA-Platte und einer neuen Platte ein RAID 1 machen?

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Matthias Fick schrieb:
Mit der "Intel Matrix Storage Technology" kann man die SATA-Platten
als RAID konfigurieren.
Das ist richtig und geht auch relativ einfach. Ich rede aus Erfahrung mit meinem ICH5R Controller, der zwar weniger kann, aber Intels gleiche Software verwendet.

Im Moment habe ich eine SATA-Platte in Betrieb.
Zur Ausfallsicherheit möchte ich die gleiche Platte noch mal kaufen
und mit der ersten Platte im RAID 1 laufen lassen.
Du startest den Intel(R) Matrix Storage Manager. Leider weiß ich nicht mehr, wie das genaue Bild aussieht, aber über: Ansicht -> erweiteter Modus solltest du deine zwei Festplatten, welche an dem Controller hängen, in dem Baum links aufgelistet haben. Nun solltest du wissen, welche Festplatte von den beiden das aktuelle System beinhaltet. Die andere ist ja höchstwahrscheinlich leer. Sollten die zwei Festplatten identisch sein, musst du sie anhand der Seriennummer oder dem Sata Port identifizieren. Wenn du in dem Storage Manager auf eine Platte klickst siehst du rechts Angaben wie Seriennummer, aber auch Geräteanschluss. Der Geräteanschluss ist tatsächlich dem Port auf dem MB zuordbar (zuminderst war dies bei mir so). Leider kenne ich keinen Weg in Windows diese Seriennummer einer Festplatte anzeigen zu lassen, auch wenn man die Startpatrition über diskmgmt.msc einen eindeutigen Datenträger x zuordnen könnte. Daher empfehle ich bei zwei Festplatten gleichen Modells durch Abstecken der "neuen" Platte und Nachsehen in Intels Stoarage Managers die genaue Seriennummer der Platte mit dem System zu notieren.
Mit dem selben Programm gehst du dann dermaßen vor: du klickst die (Start) Festplatte an, welche als Grundlage für das Raid1 gelten soll. Im Menü findest du: Aktionen -> "Raid Volume von bestehender Festplatte erstellen". Soweit ich weiß wirst du wie in einem Wizzard durch die Schritte geführt, was leicht verständlich ist. Am Ende angekommen, wirst du je nach Festplattengröße einige Stunden Zeit dem Rechner geben müssen. Der Vorgang des Spiegelns wird sofort starten (ohne Neustart) und nur ein Icon im Systemtray und das geratter der Festplatten werden darauf hinweisen.
Grund ist, dass dieser Raidcontroller mal wieder (wie so fast alle) kein echter Hardwareraidcontroller ist, sondern nur mit der Software funktioniert, bzw. zusammenspielt. Klar bietet das eventuell ein paar mehr Features oder mehr Kompfort (eben wie diese Raiderstellung über ein Wizzard), aber Nachteile wären z.B.: eine kleine CPU Belastung mehr (durch das Programm oder Dienst IAA: Intel Application Accelerator\iaantmon.exe ) und meist fehlendene Linux-Treiber-Unterstützung durch die Hersteller, hier jetzt unrelevant.


Tipp:
Solltest du jemals auf die Idee kommen, das Raid1 System mit zwei größeren Festplatten auszutauschen ohne eine Neuinstallation zu durchgehen, ist dies möglich! Du nur eine Festplatte mit einer größeren erstetzen -> Schon beim Start würdest du dann sehen, das Raid ist herabgestuft (degraded). Wieder in Windows über den Storage Manager kannst du dann die neue HDD zum bestehenden Raid1 hinzufügen, die fehlende Platte fliegt automatisch aus dem Array raus. Sobald die Daten auf der größeren HDD kopiert sind, kannst du die letzte kleinere alte Platte abstecken. Da ich noch kein kostenlosen NTFS-Resize Programm kenne (auch nicht Produkte wie TrueImage oder PM usw.), die es schaffen eine Patrition in einem Raid1 zu vergrößern ging ich wie folgt vor:
Auch wenn im Stoarage Manager von Intel noch keine Möglichkeit besteht, das bestehende Raid wieder abzubauen ohne die Daten zu verlieren, so geht dies dennoch wiederum im "RaidController Bios". Sicher kann ich es über mein ICH5R sagen, dass die im "BIOS des Controllers" angebotene Funktion "reset zu non-raid" o.ä. nicht die Daten löscht, trotz der Angabe dass dies passieren wird. Ich finde das auch nur logisch, dass nichts passiert, da ja auch die Option "delete Raid" o.ä. angeboten wird, welche mit höherer Sicherheit alle Daten löscht. Somit kannst du die noch momentan alleinstehende große bootfähige HDD über diesen weg dem Raid entziehen und mit diversen Programm dann natürlich problemlos vergrößern. Als letzter Schritt die zweite große neue Festplatte anstecken und hoffen dass das Bios nicht ständig von der falschen Festplatte booten mag. Die Bootreihenfolge von SATA Festplatten mag nicht immer dem folgen was im Bios hinterlegt ist, bei zwei verschiedenen MB Herstellern erlebt. Alternativ gibt es ja noch Linux Startdisketten mit GRUB wo du "hart" angeben könntest von was gebooten werden soll. Wieder in Windows kannst du auf dem gleichen wege wie beschrieben, wieder aus deinem bestehenden System ein Raid1 System erstellen. Fertig.


So, ich hoffe das war nicht zu ausführlich. Grüße, Maximilian Schmidt

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