Re: Partitionieren
- From: "Rainald Taesler" <taesler@xxxxxx>
- Date: Thu, 11 Sep 2008 06:33:01 +0200
Damien Thorne schrieb:
Ich betreibe
den Laptop fast nur am Netz und hab alle Energiesparoptionen
ausgeschaltet, die brauch ich nicht.
Das hat damit nicht das Geringste zu tun!
Hibernation (Ruhezustand) ist - wie zuvor gesagt - ein
unerläßliches Feature für jedes "portable" Gerät" (und eigentlich
auch für jedes "stationäre" Gerät [alle meiner Desktops laufen
damit <!]).
Du schließt aber recht selbstbewusst von Dir auf andere.
JA!!
Das bestreite ich überhaupt nicht!
Schließlich arbeite ich mit dem "Winterschlaf" (hibernation ohne "y",
BTW <gbg>) seit dieses Feature erstmals verfügbar war (seit etwa 1988 -
ob von COMPAQ erfunden oder von Toshiba, kann ich heut nicht mehr
sagen).
"Energie Sparen" ist beispielsweise eine Alternative mit dem
Vorteil> wesentlich schneller zu sein.
JEIN.
Wenn und soweit der Computer den "hybriden" Energiesparmodus unterstützt
(mein TabletPC z.B. tut das nicht), dann *kann* (muß aber nicht <!>) es
sinnvoll sein, einen portablen Rechner in den "hybriden" Modus zu
schicken. Das hat aber auch gravierende Nachteile.
Laß es mich ein wenig erklären:
a) Der "hybride" Modus verbindet das klassische "Stand-By" mit dem
"Ruhezustand".
b) Stand-by bedeutet "save to RAM", d.h. die Strom-verbrauchenden Teile
des Rechners [Bildschirm, Festplatte] abschalten und den Inhalt des RAM
aktiv halten, so daß der Rechner jederzeit wieder "aufgeweckt" werden
kann.
c) Ruhezustand (hibernation [zu gut Deutsch "Winterschlaf"]) bedeutet
hingegen, daß der gesamte Inhalt des RAM - bit-für-bit - auf die
Festplatte geschrieben wird (in die Datei "hiberfil.sys") - deswegen
auch "suspend to Disk" genannt - und das System sich *physisch*
abschaltet.
Beim nächsten Systemstart wir dann nicht "normal gebootet", sondern das
System liest - bit-für-bit - von der "hiberfil.sys"-Datei alles ins RAM
zurück; damit hat dann der Hauptspeicher exakt die Informationen parat,
die er hatte, bevor die Maschine in die "hibernation" geschickt wurde
und damit sind - m.E. das Wichtigste überhaupt - auch alle Anwendungen
offen und der Cursor steht da, wo er vor dem Zumachen stand.
d) Der erstmals mit Vista eingeführte "hybride" Modus verbindet beides:
aa) Beim Anschalten von "Energiesparen" wird zunächst das klassische
"Stand-by" ausgelöst (suspend-to-RAM)
bb) "hibernation" wird vorbereitet, d.h. der gesamte Inhalt des RAM wird
auf die Platte geschrieben.
Das ist mehr oder weniger eine Vorsichtsmaßnahme: Wird die Stromzufuhr
unterbrochen, so ist immer noch die "hiberfil.sys"-Datei auf der Platte
und der Rechner kann direkt hochstarten.
So, und nun wirst Du nach Nachteilen fragen ;-)
Die "hibernation"-Datei wird *sogleich* geschrieben, ob das nun wirklich
*nötig* ist oder nicht. Und das kostet - so der Rechner auf Batterie
läuft - Strom!
Wenn der Rechner nach dem Anschalten des Energiespar-Modus noch an der
Strippe hing und nach dem Aufwecken noch an der Strippe ist, dann war
das unnötig.
Nachdem Peter seinen Laptop immer am Netz betreibt wird
ihn der Energieverbrauch wohl nicht stören.
Wirklich "immer"? Das bezweifle ich. Er sagt das jetzt, aber ist das
wirklich sein tagtägliches Nutzungsverhalten?
Davon würde ich die *Einrichtung*eines*Rechners* wirklich nicht abhängig
machen!
Denn worum geht es?
Grad um eine Datei in der Größe des Hauptspeichers (also 2GB oder 3GB
[oder gar 4GB, falls der Rechner deppert viel RAM hat]), also wirklich
keine Größenordnung, die bei der Einrichtung der Partitionen eines
Rechners eine Rolle spielen sollte (selbst wenn's knapp wird, wie hier).
Mir selbst dauert "Hybernate" zu lange weswegen ich ausschließlich
"Energie Sparen" verwende; auch im Akkubetrieb.
Wieso dauert bei Dir der "hibernation"-Modus zu lang? Unter welchen
Randbedingungen?
Hast Du mal gegengerechnet, wie der Rechner nach der hibernation
aufstarrtet?
Dies insbesondere im Hinblick auf normalerweise zu öffnende Anwendungen?
Mein Dell Latitude D820 hält das ein ganzes Wochenende durch.
"Hybernate" ist bei mir deaktiviert.
Wie lang ein Laptop/Notebook "durchhält", wenn er in den "Stand-by"
geschickt wird, ist m.E. wirklich nicht die Frage.
M.E. (und nach meiner Erfahrung mit ca. 2 Jahrzehnten Notebooks) ist es
wirklich totaler Schmarrn, einen Rechner am Freitag in "Stand-by" zu
schicken, um ihn am Montag wieder aufzuwecken.
Bis dahin hat er - kostbaren - Strom geschluckt.
Schickt man ihn am Freitag dagegen in den "Winterschlaf" (hibernation),
so verbraucht er bis Montag absolut null Strom.
Warum also anders?
Rainald
.
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