Re: MAC Adresse zuverlässig ermitteln

Tech-Archive recommends: Repair Windows Errors & Optimize Windows Performance

From: Heidrun Heck (Heidrun.Heck_at_t-online.de)
Date: 03/02/04


Date: Tue, 2 Mar 2004 02:26:53 +0100

Hallo Peter,
du hast natürlich einen ganz anderen Kundenkreis als ich.
Deswegen ist es verständlich, dass du bzw. deine Kunden
einige Probleme gar nicht erst haben...

"Peter Götz" <gssg_nospam@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:eDGKet1$DHA.3804@TK2MSFTNGP09.phx.gbl...
> Hallo Heidrun,
>

> > es bei Ebay oder
> > auf dem Flohmarkt.... Also kauft er gleich eine aktuelle CPU, braucht
> dafür
> > das neue Board,
> > und vielleicht passen dann andere Teile des Rechners auch nicht mehr so
> > richtig.
>
> Welche Teile könnten das sein?
> Ich denke hierbei an irgendwelche Controller, zu deren Betrieb
entsprechende
> Treiber und Treiberkonfiguarionen notwendig sind.

Das können Controller sein, aber auch durchaus triviale Dinge die z.B. nur
über
eine Com Schnittstelle angesprochen werden. Ich habe in letzer Zeit oft das
Problem
bei Kunden lösen müssen, dass aktuelle Boards keine zwei COM Anschlüsse
hardwareseitig
mehr unterstützen. Und wenn du dann z.B. eine Arztpraxis hast, die eine
Kassenschublade verwendet
und zusätzlich einen Kartenleser für die Krankenkassenkarten, die beide über
COM Ports angeschlossen
sind, hat der Kunde bei einem neuen Board ein riesen Problem. Er muß
Hardware tauschen...

>
> > Möchte er ein Board kaufen wo er seine vorhandene CPU nutzen kann -->
Das
> > gleiche (gibt es nicht mehr)
> >
> > Und nun hat der User ein Problem nach Einbau der neuen Hardware. Selbst
> wenn
> > Windows die neue Hardware
> > problemlos verarbeitet mit entsprechender Neukonfiguration anhand der
> > Windows CD, Treiberaktualisierung etc,
> > kann er sein Windows nicht nutzen, weil es neu aktiviert werden muß. Und
> da
> > ist nichts mehr mit 30 Tage Frist.
>
> Ich habe erhebliche Zweifel, dass das bisherige installierte System, nach
> einer Änderung des Grossteils der Hardwarekomponenten überhaupt noch zum
> Laufen zu bringen ist. Hier gehe ich davon aus, und würde das selbst auch
in
> jedem Fall so machen, dass eine Neuinstallation des Systems notwendig und
> sinnvoll ist. Also Platte formatieren, System neu installieren,
> Datensicherung einspielen. Fertig und 30 Tage Zeit bis zur neuerlichen
> Produktaktivierung.

Dass das System auf Anhieb nicht einwandrei funktioniert ist schon richtig.
Aber der entscheidende Punkt ist, dass wenn eine Firma z.B. die Software XX
nicht nutzen kann sie ein Problem hat wenn es zu Zeiten passiert wo
telefonische Aktivierung
nicht möglich ist. Es gibt Warenwirtschaftssysteme, die zur Not sogar noch
unter DOS 6.X laufen
können. Diese habe solche Lauffähigkeit als Notreserve integriert so dass
man mit minimalen Systemvoraussetzungen
vorrübergehend damit arbeiten kann.

Ich persönlich arbeit ja auch so wie du: Neuinstallation --> Datensicherung
einspielen usw.
Aber Tatsache ist halt nun mal, dass die meisten Kunden das Wort
Datensicherung erst mal im Lexikon
nachschlagen müssen :-(( Und das sogar, obwohl es in einem meiner Projekte
die Option gibt eine weitgehende
Datensicherung automatisiert zu gestalten. Aber man muß sie auch nutzten und
wenn man sie nutzt, muß der User
entsprechend einstellen wohin er die Sicherungen speichern möchte. Wenn er
das auf die eingige Platte macht die
im Rechner vorhanden ist, nützen ihm die Datensicherungen rein gar nichts,
wenn ihm hardwaremäßig die Platte abraucht und er sie austauschen muß.

> > Und nur deswegen komplett neu installieren, damit man dann 30 Tage Zeit
> hat
> > ist irgendwie nicht so die geeignetste
> > Methode. Und genau solche Fälle habe ich gemeint.
>
> Solche Fälle kenne ich ehrlich gesagt nicht. Zumindest nicht im Bereich
> kommerzieller Rechneranwendung. Gegen mögliche und/oder unmögliche
Einfälle
> eines Hobbybastlers, wird wohl ohnehin nie ein Kraut gewachsen sein.

Wie am Anfang schon gesagt, du hast einen anderen Kundenkreis.
Und du glaubst gar nicht wie viele Administratoren selbst mittelständiger
Firmen in dieser
Beziehung als "Hobbybastler" zu bezeichnen sind. Und je mehr die in der
jeweiligen Firma
zu sagen haben, desto geringer sind die Kenntnisser der Materie :-((

> Ich glaube es geht dabei nicht nur um den Aufwand der auf der
Anbieterseite
> anfällt. Auch der Aufwand für den Benutzer spielt dabei sicher eine grosse
> Rolle. Wenn ich erst mal mit viel Aufwand und vielleicht auch noch recht
> umständlich eine Software freischalten muss, dann lässt mein Interesse an
> dieser Software schon deutlich nach. Die Produktaktivierung, wie sie
> Microsoft derzeit macht, bedeutet bei der normalen Installation eines
> Rechners praktisch keinen Mehraufwand (Internetzugang vorausgesetzt).
> Alternativ sind für Masseninstallationen Volumenlizenzen verfügbar, bei
> denen es das Problem sowieso nicht gibt.
>
>
> > > Im Bereich kommerziell eingesetzter Software ist Kopierschutz auch gar
> > > nicht
> > > wirklich ein Problem. Kein Unternehmen wird mit einer Software
arbeiten,
> > > bei
> > > der z.B. Rechnungen, Lieferscheine und andere Schriftstücke den
> Briefkopf
> > > oder Logos einer fremden Firma tragen. In vielen Fällen ist solche
> > > Software
> > > auch so stark an Kundenbedürfnissen ausgerichtet, dass sie für andere
> > > Firmen
> > > eins zu eins kaum zu gebrauchen ist.
>
> > Da hast du insofern recht, wenn es sich um eine Software handelt die für
> > einen
> > bestimmten Kunden geschrieben wurde.
> > Aber spätestens dann, wenn du, um bei den Rechnungen aus deinem Beispiel
> zu
> > bleiben,
> > ein Warenwirtschaftssystem programmierst wo der Kunde selbst das Layout
> > seiner Belege
> > gestalten kann, bzw. die Firmendaten wie Adresse, Logo, Briefkopf usw.
> > beliebig anpassen kann,
> > greift dieses Argument schon nicht mehr.
>
> Ich schreibe ausschliesslich Software für Grossunternehmen und Behörden.
> Hier ist es wirklich so, dass die Software zum einen so "spezialisiert"
ist,
> dass sie für einen anderen Anwender uninteressant ist und auch hierbei
> lassen sich auf Ausdrucken in fast allen Fällen vom Anwender nicht
> veränderbare Hinweise auf den legalen Lizenznehmer anbringen.

Ok für diesen Kundenkreis mag das zutreffen.

> > Ich bin noch nicht lange in den MS Newsgroups unterwegs, deshalb habe
ich
> > vielleicht nichts
> > gefunden über die Diskussionen die hier schon geführt worden sind :-((
>
> Diese gab es hier wirklich schon im Übermass und wie schon erwähnt, immer
> mit dem gleichen Ergebnis.

Ja mag sein, aber ich habe nichts gefunden,
da ich noch nicht lange in den MS Newsgroups unterwegs bin

Wirklichen Kopierschutz gibt es nicht und mit
> zunehmendem Benutzeraufwand bei der Freischaltung eines Programmes lässt
das
> Interesse des Anwenders ein solches Programm zu erwerben deutlich nach.

Um Interesse eine Software verwenden zu wollen geht es oft nicht.
Denn es gibt unzählige Beispiele wo ein User "gezwungen" wird eine bestimmte
Software zu verwenden. Und wenn wir dies als "gegeben" vorraussetzen, spielt
der Aufwand
eine Software erneut freischalten zu können eine eher unergeordnete Rolle.
Der Punkt ist einfach
der, dass der User unter gewissen Umständen darauf angewiesen ist genau
diese und keine alternative
Software verwenden zu müssen. Und wenn er das ist, ist eine sofortige
Freischaltung oft wichtiger als
dass das Betriebssystem an sich ordentlich läuft. Selbst wenn Windows nur im
abgesicherten Modus
startbar ist, kann es für die Software bzw. den User wichtig sein, dass er
diese (wenn auch vielleicht eingeschränkt) nutzen kann.

Gruß,
Heidrun



Relevant Pages

  • Re: Gekauftes Eagle - Cracken erlaubt?
    ... Soviel ist man m.E. seinen alten Kunden ... Ich beziehe das auf jede Art von Software, die an Hardware gebunden ... Die einzige an PC-Hardware gebundene Software, die ich einsetze, ist ... >der kleineren Anbieter verschwanden weitgehend, ...
    (de.sci.electronics)
  • Re: =?ISO-8859-15?Q?Design-Frage_bzw._Wie_l=F6st_ihr_...?=
    ... Ich habe etws gegen solche Taktiken eine SOftware auf die Hardware ... Deine Software legt Daten ab und signiert sie mit einem Key. ... Der erzeugte Key wird in der eigenen Datenbank dem Kunden zugeordnet. ...
    (de.comp.lang.java)
  • OT: Softwareloesung Scanneranwendung (war: Re: Sanyo Eneloop (was: Sanyo Eneloop))
    ... heutzutage mit der Programmierung eigener Anwendungen aus? ... sollte aus der Hardware eine fertige Anwendung speziell für den Kunden ... Software zwar auch wichtig, aber eher Nebensache. ...
    (de.rec.fotografie)
  • Re: IBM/Lenovo Supportqualität im Eimer
    ... dass grade die mit der Hardware gelieferte Software ... Hersteller im Bundle mitgeliefert wird (im Falle von Thinkpads also ... "Installieren sie Windows neu" kann auch keine ernstgemeinte Antwort ...
    (de.comp.sys.notebooks)
  • Re: Objektorintiert vs Harvard
    ... Halt das, was immer kommt, wenn die Argumente ausgehen. ... bereits benutzt wird, natürlich ohne spezielle Hardware. ... Software macht, die bloße Übertragung von Software in Hardware besitzt ... einem besonderen Solidaritätszuschlag auf in Deutschland ...
    (de.sci.electronics)