Re: Firewall für Web Edition 2003

From: Joachim Meyer (joachim.me_at_gmx.de)
Date: 05/25/04

  • Next message: Daniel Melanchthon: "Re: VPN implementierung mit W2003!"
    Date: Tue, 25 May 2004 19:17:15 +0100
    
    

    "Daniel Melanchthon" <melanchthon@gmx.de> wrote:
    > Joachim Meyer schrieb:
    >
    > >>Das ist nicht nur das Problem. Es gibt einfach zu lange offene
    > >>Probleme bei Windows, die nicht gefixed werden.
    > >
    > > Von welchen offenen Problemen redest du? Mir sind lediglich einige
    > > nicht behobene Bugs im Bereich IE bekannt, die im Serverbetrieb
    > > jedoch keine Rolle spielen.
    >
    > Das heisst aber nicht, dass es keine offenen Probleme gibt. Gerade
    > rausgekommen ist das MIME-Problem im Exchange, welches schon vor secs
    > Monaten an MS gemeldet wurde. Infos an die Allgemeinhait oder Patches
    > sind nicht in Sicht. Es wird nur eine Frage der Zeit sein, bis jemand
    > herausfindet, wie man den Buffer Overflow, der da anscheinend
    > auftritt, ausnutzen kann.

    Hmmm...hast du dazu einen Link? http://www.securityfocus.com spuckt
    dazu nix aus.

    > Es dauert einfach viel zu lange, bis relevante Patches rauskommen.
    > Weiterhin legen neue Patches machmal auch Systemfunktionen lahm
    > (siehe der SSL-Patch). Bei Rollup Hotfixes oder SPs werden auch
    > manchmal Patches einfach vergessen. Einfach mal ein Beispiel:
    >
    >
    http://www.heise.de/newsticker/result.xhtml?url=/newsticker/meldung/34355
    >
    > Ich halte es daher grundsätzlich nicht für ausreichend, auf dem
    > aktuellsten Patchlevel-Stand zu sein.

    Natürlich ist das nicht die einzige Massnahme, aber ein vernünftiges
    Patch Management-Konzept ist definitiv notwendig, und dazu gehören auch
    Test-Verfahren. Wenn es leider zu Problemen mit einem Patch kommt, muss
    man sich alternative Massnahmen überlegen.

    > Man sollte zusätzlichen Schutz vorsehen und diesen mit einem anderen
    > OS betreiben.

    Jein. Das hängt auch davon ab, welches Know-How vorhanden ist, so dass
    ein anderes OS bzw. Paketfilter nicht per se die sicherere Lösung sein
    muss. Siehe hierzu auch
    http://groups.google.de/groups?hl=de&lr=&ie=UTF-8&frame=right&th=4fd1672c570e9760&seekm=bgc25k%24bq8%241%40rznews2.rrze.uni-erlangen.de.

    > Auf Produktivsystemen kann man manchmal gar nicht alle Patches
    > einspielen. Wie z.B. auf Terminal Servern - da brache SP4 erstmal den
    > GAU. Oder Printservern: Seit SP3 kann man mit W2k keine deutschen
    > Umlaute auf Nadeldruckern ausdrucken. Und Druckereinstellungen lassen
    > sich nicht mehr speichern. Der Patch dagegen zerlegt den ganzen
    > Server. Ich kann das beliebig fortführen. Patchen allein ist also
    > nicht die Antwort.

    Nicht Patchen ist jedoch auch nicht die Antwort. Natürlich kann man
    nicht alle Konstellationen testen, aber das Risiko läßt sich doch
    deutlich reduzieren.

    > > Die Fundstellen sind in diesem Zusammenhang nicht relevant. Hier
    > > geht es ausschliesslich um den Betrieb als Server.
    >
    > Die Anfrage klang aber nicht nach: Wie installier ich ISA auf Windows
    > Web Edition, sondern eher nach: Reicht eine Desktop-Firewall aus?

    Eben. Ich wüßte auch nicht, wie ihm ISA Server helfen würde, seinen
    Host abzusichern. Aber auch bei einem Einsatz einer Desktop-Firewalls
    (was ich nicht machen würde) in diesem Szenario sind die Links nicht
    relevant.

    > > Ich glaube du kriegst da was durcheinander. Der OP sucht lediglich
    > > nach der geeigneten Massnahme, den Host abzusichern und dazu
    > > hattest du ihn mit den Links zu IPSec-Filtern ja auch schon auf die
    > > passende Lösung hingewiesen. Wie er seine Kiste netztechnisch
    > > absichern kann, ist etwas müssig zu diskutieren, weil da dazu Null
    > > Informationen über die Umgebung des OP hast.
    >
    > Die IPSec-Filter sind aber in ihrer Wirksamkeit auch beschränkt. Mein
    > Hinweis galt daher einer einfach zu implementierenden,
    > kostengünstigen Lösung (was der ISA nun wirklich nicht ist).

    Ich verstehe nicht, was du in diesem Zusammenhang mit "in der
    Wirksamkeit beschränkt" meinst. IPSec-Filter tun genau das was sie
    sollen: Angriffsfläche reduzieren.

    Gruss
    Joachim


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