Re: Benutzerkontenverwaltung mit Win 2003 Server - Teil 2
From: Marc Hornschuh (mhnews_at_hornschuh.de)
Date: 03/10/04
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Date: Wed, 10 Mar 2004 21:52:35 +0100
On Wed, 10 Mar 2004 11:28:01 +0100, Daniel Melanchthon
<melanchthon@gmx.de> wrote:
Vorweg 1: Vielen, vielen Dank für Deine ausführliche Darlegung,
hat mich sehr zum nachdenken angeregt.
Vorweg 2: Das genialste Betriebssystem was es je gab, war IMHO NeXT Step.
Naja, und dann bin ich über Solaris zur ersten 30-Disketten-Version Linux
gekommen. Daher auch meinen Splien mit UNIX.
Vorweg 3:
> Von einem Zertifikat auf die Kompetenz zu schliesse ist immer schwierig.
> An Deiner Stelle würde ich bei der Vorgehensweise etwas offener werden.
> Es ist immer schwierig, von einem neuen System zu verlangen, dass es
> genauso wie ein bekanntes System funktionieren soll.
Klar, dass es nicht genauso funzt. Ich fahre auf meinen eigenen Linux-
Server auch keine grafische Oberfläche, der vi ist halt mein bester
Freund.
> Einfacher ist es, wenn man sich unideologisch mit dem neuen System
> beschäftigt und herausfindet, nach welchen Konzepten dort vorgegangen
> wird und dann die Vorteile des Systems sich nutzbar macht.
Klar, daher wandte ich mich auch an die NG, um schnell zum Ergebnis
zu kommen.
> Wenn Du also sagst, Du hättest gern die Home-Funktionalität wie unter
> Linux, dann machst Du Dir das unnötig schwer.
> Beispiel:
> Unter Linux liegt alles unter /home/<user>. Auf einem Single-PC ist das
> lokal gespeichert. Im Netzwerk mußt Du das z.B. über NFS von einem
> zentralen Server mounten und damit Home komplett über das Netz
> betreiben. Wenn Du dann aber an performance-kritischen Dingen lokal
> arbeiten willst, dann mußt Du die Daten außerhalb des Home-Laufwerks
> temporär ablegen. Gänzlich kompliziert wird es, wenn Du mit einem Laptop
> arbeitest.
Korrekt, stimme ich Dir voll und ganz zu. Linux geht eh' nicht, weil
EINE EINZIGE Applikation LINUX nicht unterstützt. Und das letzte
Notebook (Laptops haben die schon seit Jahren nicht mehr ;-) ) wird
am Wochenende ausrangiert :-))
> Wenn Du Dir das Konzept unter Windows anschaust, so wirst Du
> feststellen, dass seit Windows NT Microsoft bemüht ist, dass alle
> anwenderspezifischen Daten im sogenannten Profil liegen. Auf einem
> Single-PC ist das dann analog zu Unix unterhalb des Ablageorts für
> Userprofile in einem Ordner, der nach dem User benannt ist. Das sich
> dieser Name von C:\Winnt\Profiles\<user> zu C:\Dokumente und
> Einstellungen\<user> geändert hat, ist doch eigentlich postitiv -
> Trennung von System und Daten. Hier mat MS dazugelernt. Außerdem ist der
> Name des Pfades ja nicht so relevant, da er ja auch über eine
> Systemvariable erreichbar ist.
... klar ... das System hat einen Vorteil ... nur hätte ich mir gewünscht,
das MS das schon zu Win95 eingeführt hätte ... und dann noch eine kürzere
Bezeichnung als "Dokumente und Einstellungen" gewählt hätte - "Profiles"
fand ich besser (muss ja nicht "Home" sein ;-)
> Sobald Du mehr als einen PC betreibst, hast Du mit einer Domäne die
> Möglichkeit, dieses Profil in ein servergespeichertes Profil zu
> konvertieren und auf einem Netzwerklaufwerk zur Verfügung zu stellen.
> Zusätzlich kannst Du bestimmte Verzeichnisse einfach aus der Replikation
> ausschliessen, so dass zum Beispiel jeder User *sein* Temp-Laufwerk
> innerhalb seiner Profilstruktur liegen hat - dieses aber aus
> Performancegründen lokal auf dem PC verbleibt. Du hast die Option,
> einzelne Verzeichnisse aus der Ablage umzulenken und zum Beispiel
> "Eigene Dateien" auf das Home-Laufwerk zu legen.
... und das ist auch ein riesen-Vorteil bei mobilen Geräten, sehe ich
ja ein ...
> Du findest hier deutlich mehr Flexibilität als Du Dir bisher vorstellst
> - wenn Du Dich nur ein bißchen mit den Konzepten und den Möglichkeiten
> beschäftigst. Und das ganze geht schon in Ansätzen seit Windows NT so
> und wird stetig verbessert. Das das nicht jeder "Windows-Frickler" kennt
> und beherrscht, steht auf einem anderen Blatt. Wenn man aber
> Unternehmensnetze aufbaut (egal ob unter Windows, Netware oder Unix),
> muß man bestimmte Grundlagen beherrschen.
> Das Problem bei Windows ist, dass jeder glaubt, es administrieren zu
> können, weil die GUI im Unternehmensnetzwerk ja so ausschaut wie die des
> lokalen PCs. Es glaubt ja auch niemand, dass man mit dem Kenntnisstand
> einer Yast2-gestützten SuSE-Installation auf einem PC ein ganzes
> Unternehmensnetzwerk unter Unix administrieren könnte.
Das ist mir auch klar ... nur muss ich aufpassen, wieviel Zeit ich
für welche Leistung einsetzten möchte. Wenn ich die W2k3 Literatur
hätte durchlesen müssen, hätte ich wohl 2 - 6 Monate Urlaub nehmen
müssen. Ich fragte also die NG, weil sonst ja alles prima läuft.
Ich HÄTTE mir ja auch das Leben einfacher machen können und einfach
eine Benutzergruppe anlegen können - es hängen ja nur 4 Clients am
Server. Ich wollte aber 'ne tolle Lösung, die ich jetzt auch habe ...
> Bei Windows ist dieser Irrglaube aber oft verbreitet. Der Mangel an
> Kenntnissen über die Konfiguration und Administration von
> Windows-Netzwerken führt dann oft zu Frust und Schimpftiraden auf
> Microsoft. Weiterhin versuchen viele, neue Windows-Versionen so zu
> betreiben wie die alten und wollen sich nicht mit den neuen Funktionen
> beschäftigen. Klar kann man Windows Server 2003-Netze ähnlich aufbauen
> wie Windows 3.11 Peer2Peer-Netze. Nur macht das einfach keinen Sinn.
> Niemand kommt ja auch auf die Idee, eine Netware 6 so zu benutzen wie
> Netware 3.12.
... ich konnte mich zum Glück damit durchsetzen, identische neue Clients
mit Win2k und einen Server mit Win2k3 einzusetzen ... Du müsstest Dir
mal den heutigen Stand des P2P-Netzes ansehen ... da ist zwischen Win95
bis XP alles drin ... ein "Server" Client sichert über Batch-Jobs via
Zip File auf einen Travan - Laufwerk eines anderen Rechner ...
funktionierte auch ... OFT ... das Beste ist jedoch die Applikation, die
zu 95% läuft: Reinrassiges DOS ... virtuelle Drucker mit USB???
Fehlanzeige,
alles an LPT1 oder 2 ... Sch...
> Daher: Investier ein wenig Zeit in das Kennenlernen der
> Netzwerkstrukturen unter Windows. Du wirst vieles wiedererkennen, was in
> anderen Betriebssystemen ähnlich konfiguriert wird und einiges neues,
> was bei Windwos anders ist und das Leben erleichtert. Es lohnt sich.
OK, will ich: Hast Du einen guten Buchtipp???
-- Marc Hornschuh
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