Re: .NET Schulung, Training, Bootcamp, Zertifizierung
- From: "Gerald Mahlmeister" <gmahlmeister@xxxxxx>
- Date: Mon, 20 Jun 2005 13:57:35 +0200
"Frank Dzaebel" <Post@xxxxxxxxxxxxxx> schrieb im Newsbeitrag
news:%23u0ACr0cFHA.3808@xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx
> Hallo Joachim,
>
>> Die Zertifizierungen in diesem Bereich helfen in der Praxis nicht weiter.
>> Sie machen höchstens Sinn, wenn man für MS-Partnerschaften zertifizierte
>> Mitarbeiter nachweisen muss. Fachlich bringt das nichts.
>
> Sollte/muss man differenzieren :
>
> MS-Zertifizierungen sind bekannter Maßen recht schwer und wenn jemand sie
> geschafft hat (sagen wir MCAD), so kann er auch gut auf eine
> professionelle
> Produkt-Entwicklung "losgelassen" werden, wenn er denn in den letzten
> Jahren
> dabei geblieben ist.
> Auch hängt es von dem eigenen Einsatz ab, wie viel gelernt wird.
> Für meine Prüfung habe ich zig Wälzer durchgearbeitet - ich hatte die
> "self-paced learning" Variante für 140 ? gewählt und habe 2 Monate gelesen
> und
> hatte schon ein paar Jahre Praxis-Erfahrung.
> Gut vielleicht schaffen es einige in 5 Tagen, aber das Wissen ist
> natürlich dementsprechend.
Hier muß man einiges differenzieren:
a) kommt es sehr auf die Leute an, die diese Prüfungen machen. Stichwort
Braindumps...
b) Die Fragestellungen sind teilweise weltfremd. Habe die letzten beiden
Wochen 305 und 306 geschrieben und kann mich noch sehr gut an die dämliche
Frage erinneren, wo es darum ging nach dem primary Key zu sortieren.
Die Lösung sollte sein Sort auf den leeren String zu setzen.
Jemand def folgenden Code schreibt
dv.Sort = "" ' <-- this means sorting by Customer ID
gehört standrechtlich erschossen.
Wie Joachim bereits geschrieben hat, den Wert der Prüfungen an sich, sehe
ich sehr gering an. MS sieht oft als good coding practice an, wenn man den
kürzest möglichen, aber nicht unbedingt lesbarsten Code schreibt. Das dafür
notwendige Auswendiglernen von Default Parametern erscheint mir doch sehr
sinnvoll ;)
Wenn man das Material aber durchschaut, kann man da auch als jemand der sich
lange Jahre mit DotNet beschäftigt hat, etwas herausziehen.
>
> Eine MS-Zertifizierung macht (für mich) unter fast allen
> Umständen einen Sinn. Auch helfen sie wirklich in der Praxis, denn viele
> Fehler werden gar nicht erst gemacht, da das Fundament sauber aufgebaut
> wurde.
> Ist vielleicht ähnlich wie bei den QM-Systemen, bei denen es auch davon
> abhängt,
> wie das System "gelebt" wird.
> Und - eben auch - wie Du sagst, MS-Partnerschaften können *sehr* lukrativ
> sein !
Hier bist Du auf einem völlig veralteten Stand. Fürs Partnerprogramm braucht
man 50 Punkte.
Ein MCP/MCAD bringt 2, ein MCSD 3, für MCSA bzw. MCSE gibt es nochmal 2 bzw.
3. Na dann sammel mal.
Bis Juli 2004 hat es gereicht zwei MCP´s zu haben. Das wurden dann selbst MS
zuviele Partner.
Aber es geht auch heute noch viel leichter. Eine Kompetenz gibt 50 Punkte
und damit ist man fertig. Für die Software Kompetenz muß man nur ein
Programm zertifizieren lassen.
Dafür MCAD/MCSD zertifizierte Mitarbeiter anzuhäufen ist ziemlich sinnlos.
Gruß
Gerald
.
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