Re: SQL Server
- From: "Sascha Trowitzsch" <ng@xxxxxxxxxxxx>
- Date: Wed, 25 Nov 2009 19:34:08 +0100
Hi Josef,
Josef Poetzl wrote:
Hallo!
Sascha Trowitzsch schrieb:Lutz Uhlmann wrote:Im allgemeinen Sprachgebrauch ist mit SQL-Server der MS SQL-Server
gemeint. Und den gibts nunmal nur auf Windows-Basis.
Und selbst wenn MS SQL-Server nicht zwingend ist, so spricht doch
die Menge an Erfahrungen und Informationen rund um Access / MSSQL
für diese Kombination.
Man könnte es auch so ausdrücken:
Der Mangel an Erfahrungen der meisten mit anderen Kombinationen, als
Access/MSSQL, spricht für diese Kombination. ;-)
Vielleicht ist es grundsätzlich falsch, das DBMS nach der Fähigkeit
mit der Zusammenarbeit einer Frontend-Entwicklungsumgebung zu
bewerten. ;-)
Als erstes sollten meiner Meinung nach bei der Auswahl immer die
*benötigten* Fähigkeiten des DBMS stehen.
Wenn ich keine Benutzer-Verwaltung mit Rollen für die Rechtevergabe
benötige, ist MySQL sicherlich ein DBMS, das gut überschaubar ist.
Will ich eine Rechtevergabe mit Rollen ist MySQL unbrauchbar.
Und da dann gleich die Frage: Wer setzt hier bei Access/MSSQL eine rollenbasierte Rechteverteilung ein?
Die Frage ist ernst gemeint. Ich bin überzeugt, dass das nur wenige umsetzen.
Die Diskussion ist vom OP nunmal abgekommen. ;-)
Warum sollte man da nicht auch grundsätzlich erörtern, welche DBMS eher oder weniger infrage kommen?
Ich stelle halt fest, dass hier praktisch immer ausschließlich der MSSQL (Express) empfohlen wird, als gäbe es nix anderes.
Nur dagegen wehre ich mich (und Siegfried).
Und gerade für Anfänger ist erstmal die Installation des MSSQL kein Pappenstiel: Zunächst müssen alle möglichen Bedingungen erfüllt sein, damit er die Installation überhaupt startet. Bei älteren OS, falls unterstützt, wird da eine Masse von zusätzlichen Komponenten von Framework bis WinInstaller 4.5 gefordert oder installiert. Vielen Admins sträuben sich da die Haare.
Und dann ist jeder Anfänger auch mit den undurchschaubaren Möglichkeiten des Management Studios heillos überfordert.
Deshalb halte ich es gerade nicht für ein geeignetes DBMS für die ersten Gehversuche und Experimente.
Im Prinzip ist es vollkommen von egal, welches DBMS man verwendet,
wenn man dessen Eigenarten berücksichtigt. Das Access-FE wird damit
umgehen lernen. :-)
ACK- eben.
Ich denke schon, dass die angeblich so besonders gute Eignung des
Gespanns Access/MSSQL etwas überstrapziert wird, es sei denn, es
wäre von ADPs die Rede - die ja aber kaum einer einsetzt.
Die Datentypen passen meiner Meinung nach bei MSSQL/Access(Jet) am
besten von allen von mir getesteten DBMS (MSSQL, Postgres, MySQL, DB2,
Oracle, MayDb, Informix, Sybase und Firebird) zusammen - zumindest bin
ich nach meinen Tests dieser Meinung.
Aber wie schon erwähnt, kann man das ohne Probleme durch die Wahl von
alternativen Datentypen umgehen.
Eben - das meine ich mit "überstrapaziert".
Wichtig in diesem Zusammenhang ist, dass das eigentlich nicht das
Problem des DBMS sondern ein Problem der ODBC-Treiber bzw.
OLEDB-Provider ist.
Gerade bei den OLEDB-Providern hatte ich bei meinen Test mit MySQL die
Erfahrung gemacht, dass es zu Problemen (trotz Timestamp-Feld) kommt,
sobald der Datentyp Decimal genutzt wird und das ADODB-Recordset als
Datenquelle für ein Formular verwendet wird.
Anm.: als OLEDB-Provider verwendete ich den MSDASQL mit /MySQL ODBC
5.1 Driver/. Das Problem kann aber durchaus auch vom MSDASQL kommen!
Wenn man verknüpfte Tabellen verwendet, ist das Problem mit den
Datentypen kleiner.
Aber mit dem SQLNCLI-ODBC-Treiber hatte ich umgekehrt mehr Probleme etwa mit BLOBs (AppendChunk), als mit MySQL. Das geht mit DAO gar nicht, sondern nur mit ADODB.
Ich glaube, das - die Workarounds - nimmt sich alles nichts.
Ansonsten geht die Diskussion natürlich klar am OP vorbei:
Er sprach ja auch von ASP; da würde man dann tatsächlich eher kein Postgres empfehlen, sondern MSSQL.
(Obwohl ich auch meine ASP-Seiten neulich auf MySQL/Connector.NET-Basis erstellte. ;-) )
Ciao, Sascha
.
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